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Duisburger Prognose zur Europawahl 2014: Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen europäischen Konservativen und Sozialdemokraten.

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Anriss

Auf den ersten Blick muss es erstaunen, dass die Demoskopie auf europäischer Ebene noch keinen Einzug genommen hat. Zwischen dem 22. und 25. Mai entscheiden immerhin mehr als 380 Millionen Wahlberechtigte über die zukünftige Zusammensetzung des Europäischen Parlaments. Damit handelt es sich bei den Europawahlen um den „größten transnationalen Demokratietest auf diesem Planeten“. Dieser Sachverhalt stellt die Meinungsforschung freilich vor eine Herausforderung. Für die regelmäßig erscheinenden Surveys im Rahmen des Eurobarometers befragt TNS opinion im Auftrag der Europäischen Kommission etwa 1.000 Personen in jedem der 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) – ein nicht unerheblicher Aufwand.


Doch die Lösung dieses Problems ist so nahliegend wie praktikabel. Wenn schon Eurobarometer auf der Aggregation von jeweils national durchgeführten Umfragen basiert, so lassen sich auch für die Wahlen zum Europäischen Parlament nationale Prognosen zur Wahlabsicht der Bevölkerung zusammenführen. Schließlich werden die Europawahlen nicht umsonst von der Politikwissenschaft als second-order elections im Kontext des nationalen Wahlsystems gehandelt.  In den Augen der Wähler stehen dabei weniger die Kandidaten auf den Listen zum Europäischen Parlament zur Abstimmung, sondern in einer Art Nebenwahl die jeweiligen nationalen Parteien. In der Regel werden hierbei kleinere und neuere Parteien von den Wählern verhältnismäßig bevorzugt und die sich in der Regierung befindlichen Parteien tendenziell abgestraft.   

Zitationshinweis

Schwarz, Oliver / Santkiewitsch, Lea(2014): Duisburger Prognose zur Europawahl 2014:  Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen europäischen Konservativen und Sozialdemokraten. Erschienen in: Regierungsforschung.de, Parteien- und Wahlforschung. Online verfügbar unter: http://www.regierungsforschung.de/dx/public/article.html?id=264

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