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Die zweite Duisburger Prognose zur Europawahl 14: Europäische Konservative können Vorsprung halten.

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Mit der ersten Fernsehdebatte der europäischen Spitzenkandidaten am 28. April 2014 erlebte der Europawahlkampf seinen bisherigen ersten Höhepunkt. Während der Einfluss von TV-Duellen auf das Wählerverhalten gerade im deutschen Kontext von der Forschung bereits eingehend untersucht worden ist, so betritt die Europäische Union (EU) in dieser Hinsicht Neuland.


Einen direkten empirischen Beleg dafür, dass ein TV-Duell den Ausgang einer Wahl verändert hätte, konnte bislang keine Studie erbringen. Wohl aber lösen Fernsehdebatten nachweislich erhebliche Mobilisierung- und Verstärkereffekte im Wahlkampf aus. Auch kann ein TV-Duell als Agenda-Setter für einzelne Wahlkampfthemen fungieren und sich für die jeweiligen Parteien als wichtiges Instrument zum Themenmanagement erweisen. Die stärkste Wirkung, die TV-Debatten jedoch zugeschrieben  wird, ist die Veränderung der Kandidatenbeurteilung. TV-Duelle können somit vor allem bei knappen Wahlen durchaus entscheidend für den Wahlausgang sein, insbesondere wenn man von Effekten auf noch unentschlossene Wähler ausgeht. Für den Ausgang der Europawahl, die sich laut unserer jüngsten Prognose durch ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen europäischen Konservativen und Sozialdemokraten auszeichnet, erlangt das erste europäische TV-Duell damit eine besondere Relevanz.  

Zitationshinweis

Schwarz, Oliver / Santkiewitsch, Lea (2014): Die zweite Duisburger Prognose zur Europawahl 14: Europäische Konservative können Vorsprung halten. Erschienen in: Regierungsforschung.de, Parteien- und Wahlforschung. Online verfügbar unter: http://www.regierungsforschung.de/dx/public/article.html?id=265   

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