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Quasi-präsidentiell? Ein erbitterter Machtkampf zweier Lager nach der Europawahl entscheidet über die unmittelbare Zukunft Europas

19.05.2014 Kaeding
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Anriss

Wenige Stunden vor Öffnung der Wahllokale für die europaweit rund 380 Millionen Wahlberechtigten gewinnt der Europawahlkampf an Fahrt. Vieles ist dieses Mal neu. Einige nationale Wahlverfahren wurden im Vorfeld in den einzelnen Mitgliedsstaaten geändert. In Deutschland fiel die Sperrklausel, in Frankreich wurde die Anerkennung des leeren Stimmzettels als abgegebene Stimme legalisiert, in Irland die Anzahl der Wahlbezirke reduziert, in Bulgarien das Vorzugsstimmenrecht angepasst. Zudem fanden in Großbritannien das erste Mal TV-Duelle statt, zwar nicht mit Teilnahme von Labour und der Tories, dafür aber zwischen dem Vizepremier und Chef der britischen Liberaldemokraten Clegg und dem Anführer der United Kingdom Independence Party (UKIP), Nigel Farage, die in Fragen der Europapolitik die beiden extremen Pole des britischen Europabildes darstellen. In Deutschland „duellierten“ sich Junker und Schulz auf ZDF und ARD, europaweit werden vor allem die „First ever Presidential Debate“ der Universität Maastricht und die „Eurovision Debate“, die in 30 Ländern übertragen und in 24 europäischen Sprachen simultan gedolmetscht wurde, in Erinnerung bleiben. 


Hinweis:

Dieser Beitrag ist in einer abweichenden Fassung erstmals am 19. Mai 2014 in der Tageszeitung "Der Tagesspiegel" als Gastbeitrag zur Europawahl unter dem Titel "Der EU steht eine Machtprobe bevor" erschienen. Wir danken der Redaktion des Tagesspiegels für die freundliche Genehmigung zur Zweitverwertung des Beitrags von Michael Kaeding.   

Zitationshinweis

Kaeding, Michael (2014): Quasi-präsidentiell? Ein erbitterter Machtkampf zweier Lager nach der Europawahl entscheidet über die unmittelbare Zukunft Europas. Erschienen in: Regierungsforschung.de, Parteien- und Wahlforschung. Online verfügbar unter: http://www.regierungsforschung.de/dx/public/article.html?id=266

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